Politik

Gewerkschaft: Richtungskampf in der GDL – Rücktritt des Ehrenvorsitzenden Schell

Die Lokführer-Gewerkschaft (GDL) befindet sich nach Einschätzung ihres Bundesvorsitzenden Claus Weselsky in einer „schweren Krise“. Es seien „erhebliche gewerkschaftspolitische Differenzen im geschäftsführenden Vorstand aufgetreten“.

Die Krise drückt sich unter anderem in personellen Veränderungen an der GDL-Spitze aus (Rail Business vom 17.04.2013). Weselsky eher distanziert gegenüber stehende Funktionsträger treten reihenweise zurück oder werden abgewählt. Kritiker sprechen von einer „Säuberung“. Auch hat Weselsky-Vorgänger Manfred Schell seinen Ehrenvorsitz niedergelegt. Das bestätigt Weselsky in einem als „vertraulich“ gekennzeichneten Rundschreiben, das der Schwesterpublikation ÖPNVaktuell vorliegt.
An der Spitze des mitgliederstarken NRW-Bezirks sind demnach der Vorsitzende Frank Schmidt und sein 1. Stellvertreter Olaf Schulz-Arimond zurückgetreten. Offiziell heißt es, dies sei „aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen“ erfolgt. Andere Quellen sagen, sie wollten ihrer Abwahl zuvorkommen. Übergangsweise sind Sven Schmitte und Harald Vorhauer als Nachfolger gewählt, ein außerordentlicher Bezirkstag soll sie demnächst bestätigen. Ihren geschassten Vorgängern Sven Grünwoldt und Thorsten Weske wirft Weselsky in dem erwähnten Rundschreiben vor, sie hätten „sich auch im privaten Bereich aneinander gekettet“. Am 14. und 15.05.2013 findet in Berlin eine außerordentliche Generalversammlung statt. (msa)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
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