Politik

GDL: Einstieg in 35-Stunden-Woche auch schrittweise

GDL-Chef Claus Weselsky hält die 35-Stunden-Woche für eine Antwort auf den Fachkräftemangel. Quelle: Hagen Wiel

Die Hauptforderung der Gewerkschaft GDL in den aktuellen Tarifverhandlungen ist die Einführung der 35-Stunden-Woche. Dabei könne diese auch „zeitversetzt“ erfolgen, sagte GDL-Chef Claus Weselsky.

Im Abschluss mit Netinera (Rail Business vom 14.12.2023) sei dies so vereinbart worden, erläuterte Weselsky im Interview mit dem Deutschlandfunk. Das Endziel 35 Stunden werde dort Ende 2027 erreicht sein. Damit hätte das Unternehmen Gelegenheit, entsprechend auszubilden und nachzuführen. Zudem würde die 35 Stunden-Woche die Schichtarbeit attraktiver machen. Die DB habe es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, bei 38 Stunden-Wochen den Personalbestand dem Bedarf entsprechend auszufüllen. Hier sei „es an der Zeit, nach neuen Antworten zu suchen und nicht immer zu wiederholen, wir haben zu wenig Leute an Bord“. Zudem soll keine Vier-Tage-Woche eingeführt werden, sondern die „Fünf-Tage-Woche“: 120 Stunden Schichtzyklus und 48 Stunden Ruhe, also eine 5/2-Woche. Weiter hat Weselsky gesagte, dass die GDL keinen unbefristeten Streik durchführen werden – das sei eh noch nie geschehen. Der Streik werde 48 Stunden vorher angekündigt. Insgesamt ist die GDL noch mit 63 Unternehmen in Verhandlung, mit der DB gebe es aber noch keinen neuen Verhandlungstermin. (cm)

Artikel Redaktion Eurailpress
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