Politik

Eisenbahnaufsicht: Streit um EBA-Bürokratie erreicht Bahnlobby

Innerhalb der Eisenbahnlobby ist ein heftiger Streit um die Rolle des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) bei der Zulassung von Fahrzeugen entbrannt.

Die Allianz pro Schiene beklagt bürokratische Engpässe bei der Behörde. „Ausländische Zughersteller beobachten die Bürokratie-Hürden in Deutschland mit großem Misstrauen und fragen sich, ob ihr Engagement belohnt wird“, sagte Geschäftsführer Dirk Flege. Zugleich beobachte die Branche bei Güterwagen einen Zulassungstourismus: „Waggons, die in Deutschland fahren, werden zunehmend in anderen Ländern zugelassen, um das EBA zu umgehen“, so Flege weiter. Aus Branchenkreisen ist ergänzend zu hören, dass international tätige Güterbahnen sich ihre Sicherheitsbescheinigung A zunehmend lieber im Ausland besorgen und vom EBA nur die Sicherheitsbescheinigung B beschaffen. Die Bahngewerkschaft EVG – deren Vorsitzender Alexander Kirchner zugleich Vorsitzender der Allianz pro Schiene ist – wies die Vorwürfe zurück. Die EBA-Beschäftigten arbeiteten bereits heute am Limit, um Schnelligkeit und Sicherheit zu vereinbaren. Die EVG forderte eine Personalaufstockung, dies sei der „entscheidende Schlüssel“. (roe)

Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress