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München: Rissbeseitigung bei U-Bahn-Rädern dauert an

Die schon berichteten Anrisse im Rahmen von Drehgestellen der Baureihen A und B der Münchener U-Bahn konzentrieren sich bis auf wenige Ausnahmen auf Drehgestelle eines Herstellers (ehem. Firma Düwag, Düsseldorf) aus den 80er Jahren; sie liegen im Regelfall innerhalb einer schwer zugänglichen Schweißnaht.

Da über eine etwaige Ausbreitung der nur wenige cm langen Risse bisher keine Erkenntnisse vorliegen, wurde in Abstimmung mit Gutachtern und der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) entschieden, die Drehgestelle nur nach Reparatur erneut einzusetzen. Die erforderliche Schweißung darf nur von hierfür speziell zertifizierten Schweißern ausgeführt werden; die Suche nach derartigen Fachkräften gestaltete sich aber bisher äußerst schwierig. Zudem erfordert die Lage der Risse die Demontage und Senkrechtstellung der Drehgestelle, was den Zeitbedarf erheblich erhöht. Als Folge kam es in den vergangenen Tagen zu einem Ausfall von bis zu 18 % der üblichen Fahrzeugkapazität. (wkz/ici)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
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