Betrieb & Services

Güterverkehr: Wettbewerbsbahnen fordern eine „Preisbeobachtungsstelle“

In der aktuellen Situation mache sich im Güterverkehr auch ein Trend zum Dumping bemerkbar.

Darauf weist das Netzwerk Europäische Eisenbahnen (NEE) hin. Es gebe im Straßengüterverkehrsgewerbe selbst einen ruinösen Wettbewerb, aber es würden auch Verkehre von der Schiene auf die Straße rückverlagert. Es gebe zudem im wachsendem Umfang einen Nachverhandlungsdruck von Seiten der Verlader. „Hier muss die Regierung eingreifen. Wir schlagen vor, eine Preisbeobachtungsstelle einzurichten, mit deren Erkenntnissen Dumping verhindert werden kann“, so der NEE-Vorstandsvorsitzende Ludolf Kerkeling. Der Bahngüterverkehr habe bislang sehr gut funktioniert, weiter sei kein Lokführer der Mitgliedsbahnen an Covid-19 erkrankt. Nach einer NEE-Umfrage sei die Verkehrsleistung um 10 bis 20 % zurückgegangen, in der Ausnahme auch bis zu 60 %. Alle Befragten gingen davon aus, dass die Leistung im April weiter abnimmt. (cm)

 

Artikel Redaktion Eurailpress
Artikel Redaktion Eurailpress